Gemeinde Großeutersdorf
Statistik
Einwohner
01.01.2026: 272
Gemeinderatsmitglieder: 6
Gemarkungsgröße: 345 ha
Lage
zur Geschichte
Die Großeutersdorfer Flur stellt uraltes Siedlungsland dar, wie reichhaltige Bodenfunde aus der Steinzeit, Bronzezeit und der germanischen Siedlungsepoche beweisen. Das Dorf selbst wurde erstmals im Protokoll der Reichsversammlung zu Ingelheim am 18. Mai 876 als „Otheresthorph“ urkundlich erwähnt. War der Ort im 9. Jh. noch eine der über 100 Thüringer Ortschaften, die dem Kloster Fulda zehntpflichtig waren, so gehörte er seit dem 10. Jh. schließlich zur Grafschaft Weimar-Orlamünde. Ein Adelsgeschlecht von Eutersdorf ist von 1252 bis 1458 nachweisbar.
In den Kriegsjahren 1944/45 errichtete man in der Großeutersdorfer Flur ein Flugzeugwerk (REIMAHG-Werk der Gustloff-Stiftung), dabei wurden deutsche Firmen zwangsverpflichtet und mehrere tausend ausländische Zwangsarbeiter und Deportierte eingesetzt.
Sehenswertes
In der Gemeinde Großeutersdorf gibt es einige kulturhistorisch wertvolle Gebäude und Anlagen, z. B. die Hängebrücke – eine Fußgänger-Stahlseilhängebrücke über die Saale -, die Kirche – erstmals 1194 urkundlich erwähnt -, ein Ehrenmal auf dem Forst – Gedenkstein für die Opfer aus dem Baulager II des REIMAHG-Werkes -, das Pfarrhaus aus dem Anfang des 18. Jh., ein Kriegerdenkmal für die in den beiden Weltkriegen gefallenen Ortseinwohner sowie eine ehemalige Mühle mit Nebengebäuden, nur um einige zu nennen. In den letzten Jahren über die Region hinaus bekannt geworden ist Großeutersdorf für seinen alljährlich am 1. oder 2. Novembersonntag stattfindenden Gänsemarkt.
Gemeinderat
Hild, Jens
Warnke, Mathias
Schaller, Uwe
Diecke, Nadine
Ludwig, Ronny
Bottner, Daniel
Arzinger, Lydia
Gemeindeblatt Großeutersdorf
Satzungen
Feuerwehr
Ihr Text
Kindergarten
Vereine
Kulturverein Großeutersdorf e.V.
Sportfischerverein Großeutersdorf e.V.
Sportverein Großeutersdorf
Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e.V.
Seit 2005 arbeitet unser Verein aktiv an der Aufarbeitung der Geschichte des ehemaligen
NS-Rüstungswerkes REIMAHG und bietet exklusive Führungen über das ehemalige
Militärareal, das heute in Vereinsbesitz ist und ehrenamtlich unterhalten wird.
In Großeutersdorf entstand durch unseren Verein im Jahr 2006 die erste
Dauerausstellung zu diesem Thema, welche seitdem regelmäßig erweitert und inhaltlich
verstärkt wurde.
Im Mittelpunkt unserer Forschungsarbeit steht das ehemalige nationalsozialistische
Rüstungswerk „REIMAHG“ und die dort eingesetzten Zwangsarbeiter. In Zusammenarbeit
mit umliegenden Gemeinden und Institutionen soll unser Projekt aufklären, Mythen und
Legenden widerlegen und an die Opfer erinnern.
Wir eröffnen die jährlichen Gedenkfeierlichkeiten am Walpersberg im Rahmen des
Tages der Befreiung am 8. Mai. Unter dem Namen „Nebenan Zwangsarbeit“ ist 2019 eine
mobile Wanderausstellung (auf italienisch) entstanden, die seitdem an Theatern, Schulen
und öffentlichen Einrichtungen in Italien gezeigt wird, aus denen Zwangsarbeiter nach
Kahla deportiert wurden.
Zahlreiche Publikationen und Informationsmaterial wurden durch uns heraus gegeben.
Außerdem unterstützen wir diverse Schulprojekte und helfen Hinterbliebenen bei der
Aufarbeitung der Lebensgeschichte ihrer Verwandten im Zusammenhang mit der NS-Zeit
am Walpersberg.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
https://walpersberg.com/
https://www.facebook.com/gfwalpersberg
Sie erreichen uns unter:
Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e.V.
Dorfstraße 7
07768 Großeutersdorf
036424-784616